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Die Lösung ist größer als das Problem

Liebe Freundinnen und Freunde der Philosophie,

irgendwie ist es dieses Mal schwierig, einen Anfang zu finden. Denn egal, was sonst noch in diesem Jahr passiert sein mag: alles wird überschattet vom Corona Virus und dem Umgang damit. Natürlich muss man sich in einer Rück- schau auf das vergehende Jahr darauf beziehen und sich dazu äußern. Aber das ist gar nicht so leicht. Denn einer- seits hat man das Gefühl, dass zu diesem Thema bereits alles gesagt ist – und dieses Mal auch sogar von allen. Ande- rerseits kann man aber auch das Gefühl haben, dass vieles, und vielleicht sogar das Wesentliche nicht gesagt worden ist und es ist auch tatsächlich schwer sagbar.

Unser Denken verläuft in festen Kategorien und aus diesen entwickeln wir unser Weltbild. Wenn diese Kategorien erschüttert werden, gerät unser Weltbild im Ganzen ins Wanken. Dies führt zu einer großen Verunsicherung und die Angst beginnt zu wachsen. Man hat dann nämlich nichts mehr, woran man sich festhalten könnte und wir werden immer instabler. Freilich gäbe es auch hier einen festen Halt, wenn wir unsere eigene metaphysische Dimension begreifen würden und uns die Wahrheit in ihrer natürlichen kosmischen Ordnung bewusst wäre. Aber dies ist nur bei sehr Wenigen der Fall. Stattdessen können wir eine Zunahme der Angst und Verunsicherung beobachten und unter diesen Bedingungen ist klares Denken nahezu unmöglich.

Fast alle Menschen erleben derzeit eine Erschütterung ihrer Denkkategorien und eine tiefe Verunsicherung. Die Frage ist nur, wodurch diese ausgelöst werden. Für die Einen ist das Virus selbst und seine Bedrohlichkeit der Auslöser, für die Anderen der Umgang mit demselben und die Berichterstattung über dieses. Welche der beiden Gruppen Recht hat oder ob möglicherweise beide Parteien Recht haben können, möchte ich an dieser Stelle nicht entscheiden, aber genau wie Sie, habe auch ich mich mit dem Thema beschäftigt, nur, dass ich es einer philo- sophischen Analyse unterzogen habe.

Das Ergebnis dieser Analyse ist einText, der den Titel: Über Wahrheit und Macht, ein Plädoyer zum Selbstdenken trägt. Er beschäftigt sich mit einer Interpretation des Corona-Geschehens unter einer prinzipiellen philosophischen Sichtweise. In welcher Form dieser Text veröffentlicht werden wird, steht noch nicht fest. Sie haben jedenfalls die exklusive Gelegenheit jetzt schon einen Auszug daraus lesen zu können.

Mich selbst hat dieses Krisenjahr dazu inspiriert, ein neues Format meiner philosophsichen Arbeit zu entwickeln: Den philosophischen Retreat. Im Grunde hatte ich damit schon länger geliebäugelt und jetzt scheint die Zeit dafür gekommen. Wer sich auf einer substanziellen Ebene als Mensch weiter- entwickeln möchte, braucht einen Ort derStilleundderNachdenklichkeit,andem er sich eine gewisse Weile aufhalten kann und er braucht einen Begleiter, der ihm den Weg aus der Krise weisen und ihmzugleichdenWegzudenAntworten auf seine Fragen zeigen kann. Die Philosophenvilla und das Bayerische Staatsbad Bad Brückenau in ihrer entrückten Schönheit bieten dafür den perfekten Rahmen.

Letztlich liegt die Lösung in der Kenntnis und der Anerkenntnis der Wahrheit selbst und der Philosoph ist nur der Vermittler derselben. Ich selbst bin diesen Weg in meinem Leben mehrfach gegeangen und habe selbst erlebt, wie produktiv eine solche Auszeit sein kann. Es gibt tatsächlich eine Antwort auf unsere Fragen und wir sind selbst in der Lage dazu, diese zu finden. Dies gelingt aber nur dann, wenn wir bereit sind, der Wahrheit zu folgen, unsere kurzsichtigen Interpretationen aufzu- geben, und Veränderungen unseres Lebens bejahen.

Zuletzt darf ich Ihnen allen von Herzen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Bitte bleiben Sie besonnen, und vergessen Sie nicht: 

Die Lösung ist größer als das Problem!

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